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Durch das Heißluftverfahren können nicht nur Insekten abgetötet werden, sondern auch holzzerstörende Pilzarten, wie der Echte Hausschwamm (Serpula lacrymans).

Laut der neuesten Fassung der DIN 68800-4 kann zur Hausschwamm Bekämpfung das Heißluftverfahren eingesetzt werden. Hierbei müssen folgende Abtötungsbedingungen eingehalten werden:

 

Temperatur Zeit
50 °C 16 Stunden
55 °C 8 Stunden
60 °C 2 Stunden

 

Der Hausschwamm kann durch das Mauerwerk durchwachsen. Daher müssen vom Hausschwamm befallende Mauern von beiden Seiten beheizt werden. Die Abtötungsbedingungen sind beim Echten Hausschwamm strenger, ebenso sind die Heizzeiten aufgrund der Mauerwerksdicke deutlich höher als bei Holzbalken. Durch die Vorliebe für feuchte Kellerräume und Grundmauern sind beim Echten Hausschwamm häufig auch chemische Maßnahmen erforderlich, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

 

Als organisches Produkt ist Holz den Gesetzen des natürlichen Stoffkreislaufes unterworfen. Holzzerstörende, pflanzliche und tierische Organismen können Holz in seine ursprünglichen Bestandteile wie Kohlendioxid, Wasser und Mineralstoffe zerlegen und führen es auf diese Weise dem Kreislauf der Stoffe erneut zu.

Zu den pflanzlichen Holzzerstörern gehören überwiegend Pilze, deren Sporen allgegenwärtig sind. Unter bestimmten Umweltbedingungen keimen diese aus und können dann Ihr Zerstörungswerk beginnen. In der Regel setzt dieser Vorgang allerdings eine Holzfeuchte von über 20% voraus, bezogen auf das Trockengewicht des Holzes. Die vier wichtigsten in Gebäuden vorkommenden Bauholzpilze sind der „Echte Hausschwamm“, der „Braune Kellerschwamm“ (auch Warzenschwamm genannt), der „Weiße Porenschwamm“ und der „Eichenporling“. Erkennbar sind sie an ihren Myzel und bei fortgeschrittenem Befall an ihrem Fruchtkörper sowie den arteigenen Zerstörungsmerkmalen des befallenen Holzes. Das Myzel ist ein watteartiges Geflecht aus Zellfäden. Es durchzieht das Holz oder wird auf dessen Oberfläche sichtbar. Ist das Myzel ausreichend stark, werden Fruchtkörper gebildet. Dies sind flache, fladenartige Gebilde, die sich je nach Pilzart in Forma und Farbe voneinander unterscheiden. Nur ein nachweislich qualifizierter Spezialist kann bei gründlicher Untersuchung die zweifelsfreie Zuordnung eines vorgefundenen Pilzes vornehmen.

Aufgrund verschiedener Besonderheiten in seinen Lebensbedingungen nimmt der Echte Hausschwamm unter den Holzzerstörenden Pilzen eine Sonderstellung ein. So ist er nicht nur der mit Abstand gefährlichste, sondern zugleich auch der am schwierigsten zu bekämpfende Holzzerstörer. Er tritt vorwiegend in Keller- und Erdgeschossen oder in Dachgeschossen von Altbauten auf, wobei Nadelholz seine bevorzugte Lebensgrundlage bildet. Als einziger Holzpilz greift der „Echte Hausschwamm“ auch auf trockenes Holz über und leitet das hierzu nötige Wasser mit Hilfe des Myzels oft über mehrere Meter. Er durchwächst dabei Mauerwerk und sogar Beton und breitet sich häufig über mehrere Stockwerke aus. Hierzu kommt, dass aufgrund der versteckten Lebensweise ein akuter Schwammbefall oft längere Zeit unerkannt bleibt, da erste Befallsanzeichen für den Laien nur schwer erkennbar sind und entsprechend übersehen werden.

Liegt Pilzbefall vor, muss zunächst durch einen Sachverständigen oder qualifizierten Fachmann eine Pilzbestimmung erfolgen. Denn nur ein Sachkundiger verfügt über die notwendige Erfahrung und Sachkenntnis, um die erforderlichen Schwammbekämpfungsarbeiten einzuleiten. Es ist eine Sanierung nach DIN 68800-4 im chemisch-technischen Verfahren sowie unter Berücksichtigung von besonderen Bedingungen im Heißluftverfahren möglich.

Meine Firma ist in der Qualitätsgemeinschaft Holz- und Bautenschutz Berlin-Brandenburg e.V. und wir haben qualifizierte und geprüfte Fachmänner für Holzschutz und führen Schwammsanierungen seit 17 Jahren qualitätsgerecht durch. 

 

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